Wenn Webseiten gehackt werden, sitzt die Ursache meistens 50cm vor dem Bildschirm. Oft
gehen Webseitenbesitzer und Webmaster nachlässig mit Meldungen über Sicherheitsupdates
ihrer Webpublishing-Systeme um, oder vergessen auch Mal die Dateizugriffsrechte
zurückzusetzen. Je verbreiteter ein System ist desto zahlreicher sind auch die schwarzen
Schafe welche die Schwachstellen der Systeme kennen. So sind Wordpress- und Joomlaseiten
aber auch Typo3 häufig Hackingversuchen ausgesetzt. Und spätestens wenn die offizielle
Meldung über ein Sicherheitsupdate rausgeht, ist die Schwachstelle dem letzten verträumten
Hacker bekannt. Wer dann noch zuwartet setzt sich einem ernsthaften Risiko aus.
Im besten Fall ist eine gehackte Seite nicht mehr erreichbar, oder es thront ein
Dschihadkämpfer auf der Startseite. Perfider und erfolgreicher sind Hackingangriffe welche
von den Seitenbetreiber nicht sofort entdeckt werden. Eine aktuelle Meldung von einer
gehackten Typo3-Seite, wo die Hacker die Suchmaschinenroboter umgeleitet haben, die
menschlichen Besucher aber nichts davon mitbekamen lässt schon aufhorchen. Als die Webseite
aus dem Googleindex entfernt wurde war der Schaden schon angerichtet.
Seiten welche Malware oder spamähnliche Inhalte hosten können von Google aus ihrem Index
gelöscht werden, weil sie, wie Google sagt, ihrem Qualitätsstandard nicht entsprechen. Sie
empfehlen Webseitenbetreibern ein Google Webmasterkonto zu eröffnen, wodurch sie bei einem
Befall von Malware von Google informiert werden könnten.
Die Bemühungen von Google ihr
Index von Malware zu befreien würde in nächster Zeit intensiviert.
Natürlich steckt dahinter auch etwas Marketing, obwohl man sagen muss, dass wenn jemand in
der Lage ist das Web so zu scannen wie Google, dann ist ein Aniviren-Scan absolut sinnvoll
und wahrscheinlich auch erfolgreich. Und wer in den nächsten Monaten von Google ein Mail
bekommt mit der Botschaft seine Webseite sei infiziert, wird wenig Freude daran haben und
in Zukunft, ganz nach dem Motto Vorsicht ist besser als Nachsicht, die Sicherheitsupdates
zeitgerecht durchführen.