Praktische iPad Datenoptionen — aber in Italien noch viel attraktiver

Prepaid Verträge fürs iPad sind für manche Swisscom Shop Mitarbeiter ein Rätsel

19 Franken für 300 MB sind zwar teuer, aber vertragsfrei macht auch den Nutzer frei

iPad Prepaid Tarife sind praktisch. Kein Vertrag und die Abwicklung ist einfach. So scheint es zumindest. Aber es kommt immer wieder mal vor, dass ich einen neuen iPad Prepaid Datentarif für einen Monat abschliesse, und dann nach vier Tagen trotzdem ohne Verbindung dastehe, weil im Swisscom Shop die falsche, respektive gar keine Option abgebucht wurde.

Im Swisscom Shop klappt's nicht immer

Meine «persönliche» Mitarbeiterin im Swisscom Shop Interlaken bucht mir jeden zweiten Monat den iPad-Prepaid Monat falsch ab. Dabei lächelt sie jedes Mal geduldig wissend, wenn ich darauf hinweise, bitte doch dieses Mal die 300MB-Option zu aktiveren. Wenn sie das nämlich nicht macht, dann zieht es von meinen einbezahlten 19 Franken pro Tag fünf Franken für die Tagesoption ab. Also anstatt eine Monatsoption wird automatisch jeder Tag mit fünf Franken verrechnet und dann bin ich nach drei oder vier Tagen wireless-less. Immerhin, nach den jeweiligen Rückfragen auf der Helpline  erkennen freundliche Kundendienstmitarbeiterinnen das Problem, buchen anstandslos die benutzten 20 Franken auf mein Konto und aktivieren die 300MB-Option für einen Monat. Offensichtlich bin ich nicht der einzige, der jeweils nach vier Tagen beim Kundendienst anruft, weil das iPad plötzlich keine 3G-Verbindung mehr hat. Abhilfe verspricht übrigens eine App von Swisscom, die in den nächsten Tagen verfügbar sein sollte. Damit kann nämlich die gewünschte Option selber, auf dem iPad, gebucht werden.

Keine Subvention, keine jahrelange Abhängigkeit

Auch wenn die Prepaid-Abwicklung noch kompliziert ist, bin ich nach wie vor sehr froh, dass es diese Option überhaupt gibt. Denn mit der Einführung des iPads gibt es bei den Providern endlich die Möglichkeit, tageweise oder für einen Monat Datenverbindung zu kaufen. Klar, damit gibt es natürlich kein verbilligtes iPad. Aber bei den Optionen mit Stick und SIM-Karte für Laptops, oder natürlich auch die Verträge für Smartphones, muss ja zwingend ein Vertrag für mindestens ein Jahr abgeschlossen werden. Mir ist die (jederzeit) freie Wahl aber viel lieber, dafür verzichte ich gerne auf eine Subvention.

In Italien gibt es für den gleichen Preis das zehnfache Datenvolumen

Übrigens, diese Systematik gibt es auch im Ausland und ermöglicht so, wenigstens theoretisch, bei Auslandreisen mobiles Internet zu lokalen Tarifen. Allerdings ähneln sich die Probleme. Für meinen Italienausflug im Sommer habe ich das iPad als digitalen Reiseführer eingepackt. Aber die SIM-Karte von TIM, gekauft gleich nach der Schweizer Grenze, hat auch nach der zweitägigen Überfahrt nach Sizilien nicht funktioniert. In Palermo, im TIM-Shop, wurde nach längerem telefonischen Austausch mit dem Support Abhilfe versprochen. Aber auch das beschwörende Gestikulieren der TIM-Mitarbeiterin half später auf dem Rest der Reise nicht viel, die Datenverbindung blieb während den ganzen Ferien stumm. Theoretisch hätte ich für 15 Euro mehrere GB verwenden können, also im Vergleich zum 19 Franken Angebot der Swisscom die zehnfache Menge für den gleichen Preis. In der Theorie sind die italienischen Angebote viel attraktiver als die Schweizer Pendants — wenn sie denn funktionieren würden. Vielleicht im nächsten Sommer…In Italien, hier bei TIM, gibts im Vergleich zur Swisscom für den gleichen Preis mehr als das Zehnfache an Daten

 
 


Bild von Stephen S.

IPad in Italien

Ich habe die Micro SIM-Karte von TIM bei www.saveonroaming.net bestellt. Es gab eine Promotion wo ich für 4 Wochen kostenlos surfen konnte (500 MB pro Woche) und es hat wunderbar geklappt. Schon am Flughafen konnte ich online gehen und das war einfach genial!